„Auf Gewalt in engen sozialen Beziehungen

muss ständig hingewiesen werden“

Mayener Forum gegen Gewalt informierte Bürger

vor dem Alten Rathaus

4.6.2018 | „Auf Gewalt in engen sozialen Beziehungen muss ständig hingewiesen werden“, so Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz. Deshalb zeigte sich auch in diesem Jahr das „Mayener Forum gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ Ende Mai vor dem alten Rathaus in Mayen. Das Duo LaRiMaR – Christine Echtermann und Stefan Löschner – sorgte mit seinen jungen Musikschülerinnen für gute Laune, während die Mitglieder des Forums Rosen verteilten, dazu Postkarten mit der Aufschrift „Ich bin unschlagbar“, „Du bist unschlagbar“, „Wir sind unschlagbar“. Die Frauen und Männer wollen Gewalt aus der Tabuzone holen. Letztendlich gilt es, betroffenen Frauen in Mayen, auf dem Maifeld, in Mendig und in der Verbandsgemeinde Vordereifel zu zeigen, wo sie Ansprechpartner finden, die beraten und helfen. Hierzu braucht es die Unter- stützung vieler Menschen, die ggf. etwa Infomaterialien weitergeben, weshalb der jährliche Informationsstand so wichtig ist. Und da die Polizei bei ihren Einsätzen im Konfliktfällen als erste Instanz mit betroffenen Frauen in Kontakt kommt, war es für alle im Mayener Forum ein ermutigendes Zeichen, dass auch Polizeihauptkommissar Andreas Michels von der Polizeiinspektion Mayen am Stand zu Gast war. Zudem zeugt dies von der guten Zusammenarbeit von Polizei und Mayener Forum. Bei ihren Einsätzen weisen die Beamten auf das Angebot, insbesondere der Interventionsstelle hin. Sind betroffene Frauen damit einverstanden, dass ihre Daten weitergegeben werden, veranlasst die Polizei, dass die Interventionsstelle Cochem/Mayen (IST) des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. aktiv werden kann. Die Fachberatungsstelle IST im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen berät Frauen, die von physischer, psychischer und/oder sozialer Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffen sind. Die Arbeit der IST-Stelle, der Gleichstellungsstelle des Kreises oder vom WEISSEN RING trägt Früchte, denn immer mehr Frauen trauen sich, Übergriffe auch zur Anzeige zu bringen. Das „Mayener Forum gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ will am Thema bleiben und für Aufmerksamkeit sorgen. In Mayen kamen die Mitglieder mit den Leuten ins Gespräch und verteilten zu den Rosen Infokarten mit Notrufnummer und kleine Broschüren mit den wichtigsten Anlaufstellen. Diese Materialen können im Notfall bei häuslicher Gewalt helfen. Das wichtigste Medium aber ist die Home- page des Mayener Forums, denn diese Informationen mit allen Telefonnummern sind dort immer und überall abrufbar. Das „Mayener Forum gegen Gewalt“ bilden: das Amtsgericht Mayen, die beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. angesiedelte IST Interventionsstelle Cochem/Mayen, der Deutsche Kinderschutzbund Mayen-Andernach e.V., Gesundheitsamt Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Mayen-Koblenz und der Verbandsgemeinde Vordereifel, Jugendamt Stadtverwaltung Mayen, Jugendamt Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, JHZ Bernardshof, Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz, Katholische Familien- bildungsstätte, Lebensberatung Mayen, Polizeiinspektion Mayen, die Kriminalprävention des Polizeipräsidiums Koblenz, der WEISSE RING, drei Rechtsanwältinnen und die Gerichtshilfe der Staatsanwaltschaft Koblenz. Mayener Forum gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen: www.mayener-forum-gegen-gewalt.de
Foto: E.T. Müller